Wenn das Jagdhorn in der AWO Tagespflege erklingt
Was klingt wie ein Gruß aus längst vergangenen Zeiten, hallte kürzlich durch die Räume unserer Tagespflege in Heinsberg: das Jagdhorn. Nicht etwa aus einem Lautsprecher – sondern live, geblasen von unserer Kollegin Heike Montz, die frisch ihren Jagdhornbläserkurs bestanden hat. Applaus und Staunen inklusive!
Denn die Gäste hatten schon während der Ausbildungszeit mitgefiebert: „Und, wie lief die Prüfung?“, hieß es regelmäßig. Nun gab es endlich die klangvolle Antwort – und gleich noch einen kleinen Exkurs in die faszinierende Welt der Jagdsignale obendrauf.
Ein Jagdhorn ist mehr als ein nostalgisches Instrument. Es war und ist über Jahrhunderte hinweg das wichtigste Kommunikationsmittel unter Jägerinnen und Jägern – in einer Zeit, als man weder Funk noch Smartphone besaß. Die Signale regeln den Ablauf der Jagd, warnen, leiteten, ehrten: Mit einem bestimmten Ton kündigt man etwa das Ende der Jagd an, ein anderer gilt dem erlegten Tier – als musikalisches Zeichen des Respekts.
Unsere Kollegin nahm die Gäste mit auf eine Reise durch diese Klangwelt. Sie spielte verschiedene Jagdsignale vor und erklärte deren jeweilige Bedeutung. Die Zuhörerinnen und Zuhörer? Gebannt und voller Respekt über das Wissen und die dahinterstehende Tradition.
In einer Welt, in der vieles immer schneller, technischer und lauter wird, ist das Jagdhorn eine Erinnerung daran, wie wertvoll kulturelle Rituale sind. Unsere Kollegin wollte genau das bewahren – und hat mit ihrem Engagement nicht nur die Prüfung bestanden, sondern auch einen Teil ihres Wissens weitergegeben.
Ein Nachmittag mit viel Klang, Geschichte und einer kräftigen Prise Faszination. Und wer weiß: Vielleicht erklingt das Horn bald wieder…
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