8. Juni 2020
AWO-Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche im Kreis Heinsberg stellt Jahresbericht vor 1

Erziehungsunsicherheit stand auch 2019 klar im Mittelpunkt der Beratung

Kreis Heinsberg. Seit langem zählt die AWO-Beratungsstelle, die in Kooperation mit der Diakonie betrieben wird, zum festen Bestandteil im Netzwerk der pädagogischen und psychosozialen Versorgung der Bevölkerung im Kreis Heinsberg. Das Beratungsangebot richtet sich an Menschen mit persönlichen, familiären entwicklungsbedingten oder schulischen Problemen bzw. Fragestellungen. 631 Beratungen wurden im vergangenen Jahr in der Einrichtung auf der Heinsberger Westpromenade durchgeführt. Diese Bilanz zog Dipl.-Psychologin und Leiterin der Einrichtung Christina Kefalidis und führt weiter aus:

“Vor allem das Thema Erziehungsunsicherheit und die damit einhergehende pädagogische Überforderung standen auch 2019 klar im Mittelpunkt der Beratung.” Ein weiterer deutlicher Arbeitsschwerpunkt der Beratung bildeten Umgangs- und Sorgerechtsstreitigkeiten. Eltern stehen einerseits vor der Herausforderung ihrer Rolle als Mutter und Vater gerecht zu werden, andererseits dem ständigem Druck der gesellschaftlichen Veränderungen sowie auch der Digitalisierung standzuhalten. Die Anpassungsleistungen, die Eltern, Kinder und Jugendliche erbringen müssen, kosten Zeit und Nerven. Kernkompetenzen in Konfliktmanagement und Krisenbewältigung werden zunehmend wichtig. Familien stehen mehr denn je vor Problemlagen und Lebenssituationen, die ihre eigenen Kräfte und Kompetenzen herausfordern. Dazu brauchen Ratsuchende Orientierungshilfen und Wegweisung, um die vorhandene Angebotsvielfalt zu überblicken. Eine Beratungsstelle direkt vor Ort vorzuhalten um Hilfe in Anspruch zu nehmen, ist gerade in schwierigen Lebenssituationen für Eltern, Kinder und junge Erwachsene sehr wichtig.

Termine mit Ratsuchenden werden inviduell vereinbart und auch außerhalb der gewohnten Öffnungszeiten durchgeführt. Mit verschiedenen Maßnahmen wie themenbezogene Elterncafés, regelmäßige Sprechstunden und Teilnahme an Veranstaltungen, durchgeführt z.B. in Familienzentren, soll die Schwellenangst für die Inanspruchnahme der Beratungsstelle gesenkt sowie eine Verbesserung der Vernetzung erreicht werden. Das Team um Christina Kefalidis mit einer weiteren Psychologin, Dipl.-Pädagogin und einem Dipl.-Sozialarbeiter sowie einer Verwaltungskraft beriet und unterstützte zudem Flüchtlingsfamilien.

Weitere Informationen zur Beratungsstelle für Eltern, Kinder und Jugendliche sowie den Jahresbericht 2019 finden Sie hier: https://www.awo-hs.de/angebote/beraten-unterstuetzen/beratungsstelle-fuer-eltern-kinder-und-jugendliche/

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