Kinderrechte-gelebte Demokratie in den AWO-Kitas
Der 20. September liegt hinter uns, doch seine Botschaft hallt nach. Der Weltkindertag 2025 stand unter dem Motto „Kinderrechte – Bausteine für Demokratie!“ – ein Motto, das wie ein Fundament klingt, auf dem eine gerechte Gesellschaft ruht. Demokratie, so lehrt uns dieser Tag, wächst nicht allein in Parlamenten, sondern im Kleinen: in Familien, in Schulen – und in unseren Kindertagesstätten.
Unsere AWO-Kitas im Kreis Heinsberg haben diesen Tag auf ihre je eigene Weise gefeiert. Und doch verband sie eine gemeinsame Idee: Kinderrechte nicht nur zu erklären, sondern erlebbar zu machen.
In der AWO-Kita Boscheln malten Kinder ihre Rechte bunt aufs Papier, wählten ihren Kinderrat und feierten anschließend eine Wahlparty, die der Ernsthaftigkeit des Themas spielerische Leichtigkeit verlieh. Das Theaterstück „Das Neinhorn und der Geburtstag“, ermöglicht durch den Förderverein, fügte ein Stück kulturelle Teilhabe hinzu – so, wie es einer lebendigen Demokratie entspricht.
Die AWO-Kita Scherpenseel verwandelte seine Turnhalle in eine Kinderdisco. Mit selbstgebastelten Mikrofonen, Donuts und dem Lied „Ich bin stark“ brachten die Kinder ihr Selbstbewusstsein auf die Bühne. An einer Girlande hingen Bilder, starke Worte und Mut-Mach-Sprüche – sichtbare Zeugnisse dafür, dass Kinder ihre eigene Sprache für Stärke und Teilhabe finden.
Die AWO-Kita Hückelhoven setzte auf Steine als Symbole. Bemalt und in der Nachbarschaft verteilt, wurden sie zu bunten Botschaftern der Kinderrechte. Dass Partizipation hier keine Ausnahme ist, zeigen die Kinderkonferenzen: Ob Mittagessen oder Wunschwoche – Kinder entscheiden mit.
In der AWO-Kita Jahnstraße (Geilenkirchen) ist die Vorfreude groß: Bald steht ein Ausflug ins „Das Da Theater“ in Aachen an. Schon jetzt sprechen die Kinder über Geschichten, Figuren und Bühnenbilder – ein kulturelles Erlebnis, das ihnen zeigen wird, dass ihre Welt größer ist, als sie es im Alltag oft vermuten.
Die Kids der AWO-Kita Braunsrath ließen einen Kinderrechte-Baum wachsen –jedes Blatt ein Bekenntnis zu dem, was Kinder schützt und stark macht.
Die AWO-Kita Carlstraße (Übach-Palenberg) wiederum machte den Weltkindertag zum Auftakt eines Projekts: „Gefühle zeigen, nicht mehr streiten – wie können wir den Frieden begleiten?“. Geschichten von „Streithörnchen“ oder von „Nulli und Priesemut“ halfen, über Konflikte zu sprechen, Gefühle zu benennen und Lösungen zu suchen. Demokratie beginnt hier mit dem Mut, die eigene Stimme zu finden – und mit der Erfahrung, dass Konflikte friedlich zu lösen sind.
Auch andernorts wurde gefeiert: Die AWO-Kita Lütticher Straße (Geilenkirchen) lud zu süßem Frühstück, Kinderschminken und Tanz ein, während die Kinder der AWO-Kita Comeniusstraße (Übach-Palenberg) mit Bannern, Wimpeln und Handabdrücken ihre Rechte in den öffentlichen Raum trugen und mit Trommeln und Schildern lautstark Gehör einforderten.
In der AWO-Kita Ratheim schließlich verknüpfte sich der Weltkindertag mit dem Fest der Kulturen in Hückelhoven: Die Kids sangen „Alle Kinder haben Träume“ und berührten ein Publikum, das in ihren Worten Vielfalt und Gemeinschaft wiedererkannte.
Die AWO-Kita Wassenberg sperrte kurzerhand den Parkplatz: Wo sonst Autos parken, entstanden mit Kreide große Bilder, Botschaften und Symbole. Auch die Fenster wurden zu Leinwänden der Kinderrechte – sichtbar für alle, die vorbeigingen. Die AWO-Kita Stadtmitte (Geilenkirchen) setzte auf Lebensfreude pur: Ein Eiswagen, Basteln, Spiele und Tanz ließen die Kinder spüren, dass dieser Tag ganz ihnen gehört.
So unterschiedlich die Formen, so einheitlich die Botschaft: Kinderrechte sind keine Sonderthemen, die einmal im Jahr ins Rampenlicht rücken. Sie sind Teil unseres Alltags. In allen AWO-Kitas wird Partizipation gelebt – im Kinderparlament, in Kinderkonferenzen, in Wahlen, bei Festen und im täglichen Miteinander. Hier lernen Kinder, dass ihre Stimme Gewicht hat, dass ihre Gefühle zählen, dass ihr Handeln die Welt verändert.
Der Weltkindertag 2025 war ein Fest. Aber mehr noch war er ein Spiegel dessen, was täglich geschieht: Kinderrechte als lebendige Praxis – Bausteine einer Demokratie, die von den Jüngsten getragen wird.
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